HolzbauTIPPs: Terrassenbau






1. Allgemeines:

Beim Einsatz von Holz im Freien sollte man auf den konstruktiven Holzschutz und die Auswahl der zu verbauenden Hölzer größten Wert legen.

Beim konstruktiven Holzschutz gilt es dauerhaften Kontakt mit Wasser zu vermeiden. Dies geschieht einmal über die Montage der Traghölzer mit Abstand zum Bodenbelag und durch die Verbindung der Hölzer untereinander mit Distanzhaltern oder der Verwendung einer Trennlage.

Bei der Auswahl der Hölzer eignen sich vor allem: Robinie, Douglasie, Lärche, Eiche oder Kiefer mit Kesseldruckimprägnierung. (einheimische Holzarten).

Bei Exotenhölzern sollte man unbedingt auf FSC Zertifizierung achten, hier ist Bangkirai ein beliebtes Holz, dabei ist die zunehmende Verknappung ein Problem, deshalb wird immer mehr Massaranduba oder Ipe verarbeitet.



2. Vorbereitung des Untergrundes:

  • Die vorgesehene Fläche sollte abgesteckt werden.
  • Ca 15-20 cm Erde abtragen.
  • Falls notwendig (bitte lassen Sie sich hierzu beraten) Beton-Fundamente herstellen (ca. 20 x 20 cm und mindestens 60- 80 cm tief). Anzahl und Abstände zueinander siehe Punkt 3. (Montage)
  • Die Fläche bei Bedarf mit einer Wurzelschutzfolie auslegen und dann mit Kies auffüllen. (Oberkante)
  • Falls möglich etwas Gefälle in Richtung Garten geben (damit das Wasser schneller abfließen kann)
  • Zum Schluss den Kies verdichten.


3. Montage der Tragkonstruktion:

Nun können die Tragrahmen entweder auf Pfostenträger, einstellbare Terrassenbaufüße oder auf Betonsteine(ca. 16 x 16 x 10 cm) verlegt werden. (Unterstützung)

Die Anordnung der vorgenannten Unterstützung, richtet sich nach der Dimension der Tragbalken (Mindestdimension = 4,5 x 9,0 cm) standardmäßig je 1m bis 1,50 m. Je höher der Balken umso größer darf der Abstand sein.

Der Abstand der Tragrahmen untereinander sollte nicht mehr als 60 cm betragen. 40-50 cm sind ideal um auch eventuell entstehende Verformungen zu verhindern.



4. Montage des Belages:

Handelsüblich sind Belagsbohlen mit 25 mm Stärke und die Breite sollte 145 mm nicht überschreiten.

Der Belag wird mit versetzten Stößen verlegt.

Der Abstand der Belagsbohlen sollte 6-8mm betragen, damit das Holz "arbeiten" kann und Regenwasser schnell abfließt.

Die Befestigung sollte mit Edelstahlschrauben erfolgen. Viele Hersteller bieten auch Systeme zur verdeckten Befestigung an.



5. Seitliche Abschlüsse:

An den seitlichen Abschlüssen dient eine untergeschraubte Leiste mit einem senkrecht angeordneten Deckbrett als optisch sauberer Abschluss, der auch verhindert dass größere Tiere sich dort einnisten.

Eine andere Variante ist das Verlegen von Saum- oder Betonsteinen im Anschluss der Holzterrasse, sodass kein Erdreich an die Hölzer gelangen kann.

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